1.
Potsdamer Literaturnacht am Neuen Palais
Die
Autoren
22:00
• Albrecht Buschmann liest Max Aub
Max
Aub ist zweifelsohne einer der großen spanischsprachigen Schriftsteller
des 20. Jahrhunderts. Geboren 1903 als Sohn jüdischer Eltern und
aufgewachsen in Paris, lebte Max Aub ab seinem 11. Lebensjahr in
Spanien, das bis zur Flucht ins mexikanische Exil vor der Diktatur
Francos 1939 seine Heimat sein sollte. Obwohl Aubs familiäre Wurzeln in
Deutschland und Frankreich lagen, integrierte er sich sofort in die neue
Gesellschaft und die spanische Sprache, die von Beginn an sein
literarisches Schaffen bestimmte.
Noch
gilt der Autor des Romans Jusep Torres Campalans und des
Romanzyklus Das Magische Labyrinth im deutschen Sprachraum als
Geheimtipp. Selbst in Spanien erlebt Max Aub erst dreißig Jahre nach
seinem Tod (1972) im mexikanischen Exil eine schriftstellerische
Renaissance.
Im
sechsbändigen Magischen Labyrinth webt Aub seine Erzählungen um
den historischen Hintergrund des spanischen Bürgerkriegs und bindet
vielfach eigene Erfahrungen ein, ohne aber strenggenommen
autobiographisch zu schreiben.
Albrecht
Buschmann, Übersetzer und Dozent an der Universität Potsdam, stellt
den großen Erzählkünstler Max Aub mit ausgewählten Texten aus dem Magischen Labyrinth auf der Literaturnacht vor.
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